Los Angeles, Madrid, Istanbul
Grosse Städte, Grosse Träume / Staffel 1 / Folge 12

Yaz wollte schon immer auf die Bühne, deshalb lag ein Schauspielstudium auf der Hand. Nach dem Abschluss war die Deutsch-Türkin bei Fernsehsendungen wie „Hausmeister Krause“ und „Alles was zählt“ zu sehen. Ein Weltstar wird man so allerdings nicht, deshalb zog es die 26-Jährige in die Stadt, in der die Promis Tür an Tür leben: nach Hollywood. Doch in der Millionenmetropole L.A. schläft die Konkurrenz nie, jeder hat einen Traum und alle das gleiche Ziel. Um zu überleben, muss sich Yaz wie jeder Schauspieler immer wieder neu erfinden und Geld als Babysitterin, Messehostess oder Hundebetreuerin verdienen. Ein Preis, den sie gerne zahlt, denn Yaz ist eine Kämpfernatur und Aufgeben keine Option. Sie will durchhalten, ist dankbar für jede Audition und hat ihr Ziel, einmal ganz groß zu werden, klar vor Augen. Mit gerade mal 29 Jahren promovierte der Physiker Felix. Die Naturwissenschaft ist seine große Leidenschaft, die ihn nun nach Madrid führt. Die Universidad Autónoma de Madrid hatte eine Stelle für einen wissenschaftlichen Mitarbeiter ausgeschrieben und beide Parteien wurden sich schnell einig. Für Felix war schon immer klar, dass er nach seinem Studium Zeit im Ausland verbringen möchte, um dort Erfahrungen zu sammeln. Doch die Auswanderung wird für Felix mit einigen Herausforderungen verbunden sein. Er kann nämlich kein Spanisch, seine Kollegen werden dagegen fast ausnahmslos Spanier sein. Neben der Sprache ist ihm auch sein Physikerteam vor Ort unbekannt. Bisher hatte er nur Kontakt mit dem Professor, den er am Freitag zur Vertragsunterzeichnung treffen wird. In Madrid selbst war Felix noch nie, freut sich aber auf sein neues Leben in der spanischen Hauptstadt. Wegen fehlender beruflicher Perspektive ging die Deutsch-Türkin Emine Sahin (38) nach Istanbul. Da ihre Eltern mittlerweile wieder dort leben, sollte der Eingliederungsprozess nicht schwer fallen – doch Emine ist Deutsche und noch dazu eine Frau. Türkische Bauleiter traten ihr mit sehr viel Skepsis entgegen. Was sollte eine deutsche Frau, die aussieht wie eine Türkin, aber die Sprache nicht zu 100 Prozent richtig sprechen kann, ausgerechnet in der Baubranche? Doch Emine biss sich durch und erkämpfte sich ihre Positionen: von der Bauleiterin bis hin zur Architektin. Heute arbeitet sie als erfolgreiche Architektin in Istanbul, der Millionenmetropole der Türkei. In einem aufstrebenden Bauunternehmen stellt sie sich neuen Herausforderungen: Als rechte Hand des Chefs führt sie Vorstellungsgespräche und leitet wichtige Bauprojekte. Allerdings ist Emine ihrer deutschen Mentalität treu geblieben. Ihr Chef ist Schweizer und ihre Arbeitskollegen haben meist einen deutschen Hintergrund. Pünktlichkeit und Verlässlichkeiten werden bei ihr groß geschrieben. Emine fühlt sich in der Türkei sehr wohl – ist und bleibt im Herzen aber deutsch.