Sekunden vor dem Unglück

Als japanische Geschwader am Morgen des 7. Dezember 1941 den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii angriffen, schien die Strategie von Admiral Yamamoto, des Oberkommandierenden der japanischen Flotte, voll aufzugehen: Zwölf Schiffe der US-Pazifikflotte wurden versenkt, hunderte Flugzeuge zerstört, 2.403 amerikanische Soldaten und Zivilisten getötet. Auf japanischer Seite waren die Verluste minimal - und dem japanischen Traum von einem riesigen Pazifikreich schien nach der Versenkung so vieler US-Schiffe nichts mehr entgegen zu stehen. Doch was wie der erfolgreichste Präventivangriff der Weltgeschichte wirkte, sollte sich für Japan noch als fataler strategischer Fehler erweisen. Die Niederlage von Pearl Harbor versetzte die Bevölkerung der Vereinigten Staaten in einen Schockzustand: Die isolationistische Grundstimmung, die bislang einen Eintritt der USA in den zweiten Weltkrieg verhindert hatte, wich nach dem als feige und heimtückisch empfundenen Angriff auf Pearl Harbor der Überzeugung, nun um der eigenen Freiheit willen gegen die Diktaturen in Japan und Deutschland ankämpfen zu müssen. Für beide Terrorregime war der Kriegseintritt der USA der Anfang vom Ende...